VEB Brunnenversand und der Lauchstädter Heilbrunnen

Lauchstädter Heilbrunnen
Über 300 Jahre lang wurde Wasser aus Bad Lauchstädt in Flaschen gefüllt und in alle Richtungen verschickt. Der Betrieb, der das zuletzt zu DDR-Zeiten als VEB Brunnenversand der Heilquelle zu Bad Lauchstädt tat, hat Kriege, Verstaatlichung und Privatisierung überstanden, ehe ihn 2011 eine Insolvenz stoppte, die im Ort bis heute Kopfschütteln auslöst. Seit 2026 läuft die Abfüllung wieder, allerdings unter einem anderen Namen und mit einer Bezeichnung, die auf dem Etikett fehlt. Heilwasser darf das Wasser nicht mehr heißen. Die Geschichte dahinter erzählt viel darüber, was aus ostdeutschen Traditionsbetrieben nach der Wende wurde, und noch mehr darüber, wie streng das deutsche Arzneimittelrecht mit Wasser umgeht.

Eine Quelle macht Karriere

Am Anfang steht ein Zufall. 1704 stieß man bei Grabungen in Lauchstädt auf eine Mineralquelle, und schon ab etwa 1710 wurde das Wasser nicht nur vor Ort getrunken, sondern auch abgefüllt und versendet. Damit gehört der Lauchstädter Brunnenversand zu den ältesten seiner Art in Deutschland.

Warum das Wasser so gefragt war, zeigt ein Blick auf die alten Etiketten: „Ärztlich empfohlen bei Rheumatismus, Gicht und Nervosität“ stand dort. Heilwasser war über Jahrhunderte ein ernst genommenes Arzneimittel, und Lauchstädt hatte dazu die beste Werbung, die man sich denken konnte. Das sächsische Kurfürstenpaar kurte hier ab 1775, Goethe leitete das Theater und trank das Wasser, Schiller kam ebenfalls zur Kur. Wer sich das Bad nicht leisten konnte, bestellte wenigstens die Flasche. Der Versand brachte die Kur nach Hause, so ähnlich, wie man heute Produkte aus dem Urlaubsort nachbestellt.

Der erste, der der Quelle eine heilende Wirkung bescheinigte, war der Hallesche Medizinprofessor Friedrich Hoffmann. Nach ihm beschäftigten sich mehr als zehn Badeärzte mit dem Wasser, unter ihnen der Freiberger Bergphysikus Friedrich Henckel und der Badearzt Daniel Gottfried Frenzel. Ihre Aufzeichnungen reichen vom frühen 18. bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts. 1922 wurde das Wasser offiziell als Arzneimittel anerkannt, 1925 durfte sich der Ort Bad Lauchstädt nennen.

Vom Kurbetrieb zum Unternehmen

1905 wurde aus dem traditionsreichen Versandgeschäft ein eigenständiges Unternehmen. Es überstand zwei Weltkriege und wurde in der DDR verstaatlicht: Als VEB Brunnenversand der Heilquelle zu Bad Lauchstädt gehörte der Betrieb zum Getränkekombinat Dessau. Sitz war die Querfurter Straße 11 bis 13, rund um das Aeckerleins Haus nahe dem Goethe-Theater. Das Lauchstädter Wasser ging in der DDR auch in den Export, historische Etiketten weisen den Versand über die Exportschiene des Getränkekombinats aus. 1990, am Ende der DDR, zählte der Betrieb 45 Beschäftigte.

Der Bürgermeister der Stadt, Christian Runkel, erinnert sich an eine Zeit, in der das Wasser im eigenen Land knapp war. In der DDR sei es Bückware gewesen, nur schwer zu bekommen. Gleichzeitig war der Lauchstädter Brunnen das einzige Versandheilwasser der späteren neuen Bundesländer.

Nach der Wende: Marktführer im Osten

Die Privatisierung schien zunächst zu gelingen. Als Bad Lauchstädter Heil- und Mineralbrunnen GmbH wurde das Unternehmen nach 1990 zum Marktführer für Heilwasser in Ostdeutschland. 1992 bekam der Lauchstädter Heilbrunnen eine Anerkennung als traditionell angewendetes Arzneimittel, mit der Heilanzeige „zur Unterstützung der Harnausscheidung“. Neben dem Klassiker kamen weitere Marken dazu: 2002 ließ sich die GmbH die Marke Schillerbrunnen Bad Lauchstädt schützen, ein Mineralwasser, das an den zweiten berühmten Kurgast anknüpfte. Wer in Sachsen-Anhalt oder Sachsen aufgewachsen ist, kennt beide Namen aus dem Getränkemarkt.

Der Niedergang: Produktionsstopp und Insolvenz

Das Ende kam nicht über Nacht, es hatte sich über Jahre aufgebaut. Zuletzt gehörte das Unternehmen der Vönix GmbH, hinter der ein Berliner Rechtsanwalt stand, der auf Firmenumstrukturierungen spezialisiert war. Die Strategie, das Traditionswasser verstärkt in Plastikflaschen und über die Discountschiene zu verkaufen, ging am Markt nicht auf. Im November 2010 stand die Produktion still. Die rund 26 verbliebenen Mitarbeiter, viele davon seit über 20 Jahren im Betrieb, warteten damals seit viereinhalb Monaten auf ihren Lohn. Anrufer hörten nur noch eine Bandansage, in der von einer Havarie die Rede war.

Der Betriebsrat warf dem Eigentümer öffentlich rücksichtslose Profitgier vor. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Reiner Haseloff schaltete sich ein, verlangte binnen einer Woche ein Unternehmenskonzept und stellte Fördermittel für einen seriösen Investor in Aussicht, nötig gewesen wären nach seiner Schätzung rund zwei Millionen Euro. Es half nichts: 2011 meldete die Heil- und Mineralbrunnen GmbH Insolvenz an. Nach drei Jahrhunderten war Schluss mit dem Lauchstädter Wasserversand, die Marken verschwanden aus den Regalen, die Gebäude an der Querfurter Straße fielen in einen Dornröschenschlaf.

Der Neustart: Bayerische Brunnenfamilie übernimmt

Dass die Geschichte weitergeht, liegt an einer Familie, die vom Wassergeschäft etwas versteht. 2019 kaufte Martin Abfalter die Lauchstädter Quelle, Geschäftsführer der St. Leonhardsquelle aus dem bayerischen Stephanskirchen, einem der bekanntesten deutschen Anbieter für Quellwasser in Glasflaschen. Den Kontakt hatte ein früherer Weggefährte eingefädelt: Nikolas Fürst, in den 1980er Jahren selbst Geschäftsführer der St. Leonhardsquelle, später Gründer einer Getränkefachmarktkette nach Franchisemodell, heute im Raum Leipzig zu Hause. Er begleitet den Neustart als Projektleiter, zu Beginn als Einzelkämpfer ohne Festanstellung.

Der Weg zurück war zäh. 2021 liefen die Pumpen im Testbetrieb, doch erst am 23. Dezember 2023 lag nach langem Genehmigungsverfahren das Wasserrecht vor. Danach verschob sich der Marktstart mehrfach. Geplant war das erste Quartal 2025, tatsächlich kündigte die Herstellerseite im Herbst 2025 noch „ab 2026″ an, unter anderem weil neue Abfüllmaschinen schwer zu bekommen waren.

Seit 2026 steht das Wasser im Handel: Bad Lauchstädter still und medium, jeweils als Literflasche und als 0,33er für die Gastronomie. Die Mehrwegflasche besteht nach Herstellerangaben zu rund 78 Prozent aus Altglas, die Kohlensäure für die Sorte medium ist natürliche Quellkohlensäure vulkanischer Herkunft. Auf Kunststoff verzichtet man diesmal bewusst, die gescheiterte PET-Strategie des Vorgängers dient als Warnung.

Warum aus dem Heilbrunnen ein Mineralwasser wurde

Wer die neue Flasche in die Hand nimmt, sucht ein Wort vergeblich. Auf dem Etikett steht natürliches Mineralwasser artesischen Ursprungs, nicht Heilwasser. Das ist keine Marketingentscheidung, sondern eine rechtliche Notwendigkeit. Der Lauchstädter Brunnen hat im Laufe seiner Geschichte beide amtlichen Anerkennungen verloren, die als staatlich anerkannte Heilquelle und die als Arzneimittel.

Das klingt nach Formalie, ist aber der eigentliche Bruch in dieser Geschichte. Heilwasser ist in Deutschland kein Getränk, sondern ein Arzneimittel. Abgefülltes Heilwasser gilt als Fertigarzneimittel und braucht eine Zulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn. Gefordert wird ein vollständiges Zulassungsdossier zu Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit, dazu eine Heilwasseranalyse und klinische Unterlagen. Ohne diesen Stempel darf niemand das Wort Heilwasser auf eine Flasche schreiben, auch dann nicht, wenn im selben Ort seit 1710 Kurgäste aus derselben Quelle getrunken haben.

Auf dem alten Etikett stand deshalb eine Formulierung, die den Unterschied verrät: „Traditionell angewendet zur Unterstützung der Harnausscheidung“. Diese Wortwahl ist kein Zufall, sie stammt aus Paragraf 109a des Arzneimittelgesetzes. Der schuf 1994 ein erleichtertes Verfahren für Präparate, die schon lange auf dem Markt waren. Wer nachweisen konnte, dass sein Mittel seit Jahrzehnten in Gebrauch war, bekam eine Zulassung mit eng begrenzten Aussagen, ohne moderne klinische Studie.

Genau dieser Weg ist zu. Paragraf 109a war eine Überleitungsvorschrift für Altarzneimittel und läuft mit der Abwicklung der alten Nachzulassungsverfahren aus. Neuanträge gehen darüber nicht mehr. Was 1992 mit dem Verweis auf drei Jahrhunderte Brunnenversand zu machen war, verlangt heute eine Vollzulassung nach dem regulären Verfahren.

Was eine Rückkehr zum Heilwasser kosten würde

Dass hier zwei völlig verschiedene Verfahren im Spiel sind, wird in der Berichterstattung regelmäßig vermischt. Sie haben unterschiedliche Behörden, unterschiedliche Rechtsgrundlagen und unterschiedliche Preisschilder.

Die staatliche Anerkennung als Heilquelle ist Landessache. Grundlage ist Paragraf 53 des Wasserhaushaltsgesetzes und das jeweilige Landeswassergesetz, entschieden wird von der Gesundheitsbehörde im Einvernehmen mit der Wasserbehörde. Verlangt werden unter anderem eine aktuelle Heilwasseranalyse, bei Abfüllbetrieben eine Füllungsanalyse, die nicht älter als fünf Jahre sein darf, Gutachten zur geologischen und hydrologischen Lage, Angaben zur Beständigkeit der Mineralisation bei unterschiedlichen Entnahmemengen, eine ortshygienische Begehung und ein balneologisches Gutachten zu Heilanzeigen und Gegenanzeigen. Aufwändig, aber machbar.

Diesen Weg hat die Stadt eingeschlagen. Sie gab ein medizinisch-balneologisches Gutachten beim Deutschen Institut für Gesundheitsforschung in Auftrag, der habilitierte Balneologe Professor Karl-Ludwig Resch legte die Ergebnisse im Oktober 2025 vor. Sein Befund: Der Bad Lauchstädter Brunnen erfüllt die Kriterien, um als Heilquelle staatlich anerkannt zu werden. Das wichtigste Argument dabei ist die Geschichte selbst. Eine über Jahrhunderte dokumentierte therapeutische Nutzung lässt auf eine medizinische Wirkung schließen, und Aufzeichnungen dazu gibt es in Lauchstädt reichlich.

Die Arzneimittelzulassung für das Flaschenwasser ist eine andere Größenordnung. Zuständig ist der Bund, zu erbringen ist der Nachweis der Wirksamkeit nach heutigem Stand, nicht nach überlieferter Erfahrung. Gefordert sind Sachverständigengutachten, die auf klinischen Studien oder auf nach wissenschaftlichen Methoden aufbereitetem Erkenntnismaterial beruhen. Nach der Zulassung endet die Arbeit nicht: Folgeanalysen, chemische Kontrollprüfungen, Pharmakovigilanz, Änderungsanzeigen bei jeder Anpassung, Verlängerungen. Eine belastbare Gesamtsumme lässt sich von außen nicht seriös angeben, die reine Behördengebühr ist dabei ohnehin der kleinere Posten gegenüber Gutachten, Studienlage und Dauerpflichten.

Dazu kommt ein Punkt, der betriebswirtschaftlich schwerer wiegt als die Verfahrenskosten. Ein zugelassenes Heilwasser ist ein Arzneimittel und unterliegt dem Heilmittelwerberecht. Auf die Flasche muss der Pflichthinweis zu Risiken und Nebenwirkungen, die Bewerbung ist an die zugelassenen Anwendungsgebiete gebunden. Für ein Wasser, das über Gastronomie und Getränkefachhandel laufen soll und mit Herkunft, Goethe und Geschmack argumentiert, ist dieser Status eher Ballast als Auszeichnung. Der Heilwassermarkt selbst ist eine Nische mit einem Durchschnittspreis um 80 Cent je Liter, der Absatz läuft nicht über Erlebniswert, sondern über Indikationen.

Vor diesem Hintergrund ist die Arbeitsteilung logisch, auch wenn sie erklärungsbedürftig bleibt. Die Stadt holt sich die Heilquelle für Kurmittelhaus und Kurortstatus zurück, der Abfüller verkauft Mineralwasser. Das Wasser ist in beiden Fällen dasselbe.

Was heute dort passiert und was der Plan ist

Firmensitz ist wieder die Querfurter Straße 11, das alte Brunnenversandareal am Aeckerleins Haus. Die Gebäude dort werden Stück für Stück saniert, denn nach den Jahren des Stillstands brauchte der Standort neue Technik und intakte Hallen für Abfüllung und Lager.

Aus der ehemaligen Abfüllhalle ist inzwischen etwas Neues geworden. Am 13. Mai 2026 eröffnete das sanierte Kurmittelhaus unter dem Namen Heilbrunnenarkaden, umgebaut für rund 1,9 Millionen Euro. Gäste können das Wasser dort trinken, Solenebel inhalieren und durch ein Kneippbecken laufen. Damit hat Bad Lauchstädt nach mehr als einem Jahrhundert wieder einen Ort, an dem das Wasser angewendet und nicht nur abgefüllt wird. Das Verfahren zur Rückgewinnung des Kurortstatus läuft parallel. Ein weiterer Baustein steht noch aus: eine Goethe-Therme, veranschlagt mit rund 25 Millionen Euro, deren Finanzierung überwiegend aus Fördermitteln kommen soll.

Der Plan für das Flaschenwasser ist klar umrissen. Es soll nicht über den Preis verkauft werden, sondern über Herkunft und Geschichte, zunächst mit dem Ziel von einer Million Füllungen pro Jahr, vertrieben über Gastronomie und Getränkefachhandel statt über Discounter. „Wir wollen den klangvollen Namen Bad Lauchstädter Mineralwasser wieder national bekannt machen“, gab Fürst als Richtung aus. Ob das gelingt, wird sich zeigen. Die Quelle jedenfalls sprudelt wie seit 300 Jahren, und zum ersten Mal seit 2010 wird ihr Wasser wieder verschickt.

Zeitleiste im Überblick

1704Entdeckung der Mineralquelle bei Grabungen
ab 1710Beginn von Kurbetrieb und Flaschenversand
1905Gründung des Brunnenversands als eigenständiges Unternehmen
1922Anerkennung des Wassers als Arzneimittel, 1925 erhält der Ort das Recht, sich Bad Lauchstädt zu nennen
DDR-ZeitVEB Brunnenversand der Heilquelle zu Bad Lauchstädt im Getränkekombinat Dessau, Sitz Querfurter Straße 11–13
199045 Beschäftigte, danach Privatisierung zur Heil- und Mineralbrunnen GmbH, Marktführer für Heilwasser im Osten
1992Anerkennung als traditionell angewendetes Arzneimittel, Heilanzeige: Unterstützung der Harnausscheidung
2002Eintragung der Marke Schillerbrunnen Bad Lauchstädt
Nov. 2010Produktionsstopp unter Eigentümerin Vönix GmbH, Löhne bleiben aus
2011Insolvenz der Heil- und Mineralbrunnen GmbH
2019Martin Abfalter (St. Leonhardsquelle) kauft die Quelle
2021Pumpen laufen im Testbetrieb
Dez. 2023Wasserrechtliche Genehmigung erteilt
Okt. 2025Balneologisches Gutachten: Der Brunnen erfüllt die Kriterien für eine staatliche Anerkennung als Heilquelle
Mai 2026Eröffnung der Heilbrunnenarkaden im sanierten Kurmittelhaus, Kosten rund 1,9 Millionen Euro
2026Marktstart als natürliches Mineralwasser in der Glasmehrwegflasche, nicht als Heilwasser
heuteWeitere Sanierung an der Querfurter Straße, Ziel: eine Million Füllungen pro Jahr und der Kurortstatus zurück

Häufige Fragen

Darf der Bad Lauchstädter Brunnen noch Heilwasser genannt werden?

Nein. Das abgefüllte Wasser wird seit dem Neustart als natürliches Mineralwasser verkauft. Die frühere Zulassung als Arzneimittel und die staatliche Anerkennung als Heilquelle sind im Laufe der Betriebsgeschichte verloren gegangen. Ohne Arzneimittelzulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte darf die Bezeichnung Heilwasser nicht verwendet werden.

Warum heißt das Kurmittelhaus dann Heilbrunnenarkaden?

Der Name knüpft an die Ortsgeschichte und den historischen Heilbrunnenbetrieb an. Die arzneimittelrechtliche Bezeichnung des abgefüllten Produkts ist davon zu trennen. Auch der Ortsname Bad Lauchstädt bleibt unabhängig vom aktuellen Status der Quelle bestehen.

Wie aufwändig wäre eine erneute Anerkennung als Heilwasser?

Zwei Verfahren müssen unterschieden werden. Die staatliche Anerkennung als Heilquelle läuft über das Land und verlangt aktuelle Analysen, geologische Gutachten und ein balneologisches Gutachten zu Heilanzeigen und Gegenanzeigen. Dieses Verfahren hat die Stadt eingeleitet, das Gutachten liegt seit Oktober 2025 vor. Die Zulassung des Flaschenwassers als Arzneimittel liegt beim Bund und verlangt ein vollständiges Dossier zu Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit samt klinischer Unterlagen, dazu laufende Kontroll- und Meldepflichten. Das erleichterte Verfahren, über das der Lauchstädter Heilbrunnen 1992 anerkannt wurde, steht für Neuanträge nicht mehr offen.

Ist das Wasser heute ein anderes als früher?

Nein, es stammt aus derselben Quelle. Geändert haben sich die rechtliche Einordnung und die Vermarktung. Das Wasser enthält rund 920 Milligramm Mineralien je Liter und mit 242 Milligramm je Liter genug Sulfat, um als sulfathaltig zu gelten. Verkauft wird ausschließlich in Glasmehrwegflaschen, auf Kunststoffflaschen verzichtet der neue Eigentümer bewusst.

Kann man das Lauchstädter Wasser vor Ort probieren?

Ja, in den Heilbrunnenarkaden im Kurpark. Dort wird das Wasser getrunken, inhaliert und für Kneippanwendungen genutzt. Beim Lauchstädter Brunnenfest gibt es zusätzlich Führungen zur Brunnenproduktion auf dem Heilbrunnengelände.

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