Berücksichtigung des Stadtbildes bei Sanierungen

Architektur Bad Lauchstädt / Bild: FrankBothe CC BY-SA 3.0
Architektur Bad Lauchstädt / Bild: FrankBothe CC BY-SA 3.0

Das Bild einer Stadt wird von räumlichen Elementen geprägt.  Neben den umliegenden Weiden, Feldern und Wäldern, welche unser schönes Bad Lauchstädt einrahmen, ist insbesondere die altehrwürdige Architektur für das Stadtbild verantwortlich.

Emotional historische Gebäude

Rathaus Bad Lauchstädt auf dem Markt
Rathaus Bad Lauchstädt auf dem Markt / ©PantherMediaSeller/depositphotos.com

Eine herausragende Rolle dabei spielen natürlich die historischen Gebäude, wie das Schloss, die Kuranlagen und die evangelische Kirche. Alte Gebäude der Neuzeit, wie das Goethe-Theater, der Bahnhof oder das Rathaus runden das Bild weiter ab.

Man kann davon ausgehen, dass das Stadtbild eine große Rolle für das Verhältnis der Einwohner zu “unserer” Stadt spielt.

Die Einwohner erfahren optische Eindrücke und finden in der Stadt eine eigene Ordnung. Diese allen Bewohnern gemeinsamen Eindrücke schaffen auch emotionale Bindungen. Sie sind dort besonders ausgeprägt, wo das Stadtbild zwar abwechslungsreich, aber trotzdem unverwechselbar ist. Im historischen Zentrum von Bad Lauchstädt findet sich eine besonders hohe Vielfalt an emotional besonders ansprechenden Raumeindrücken.

Denkmalpflege in der Stadtplanung

Möchte man diese emotionale Bindung erhalten, Touristen und Gäste auch an die Stadt binden und zur Wiederkehr bewegen, so ist darauf zu achten, dass durch neue Bauwerke das über Jahrhunderte gewachsene Bild keinen Schaden erleidet.

Ein großer Teil unserer jüngeren Geschichte war durch einen Mangel an Baustoffen und Materialien geprägt. Da lag es in der Natur der Sache, dass die Erhaltung historischer Substanz in den Hintergrund gerückt ist. Man hat gebaut und saniert mit dem, was da war. Natürlich leidet eine Stadt darunter. Es gibt jedoch keinen Grund, dadurch einen architektonischen Bruch einzuleiten und neu gebaute Häuser mit einer derartigen Individualität auszustatten, dass sie aus dem Gesamtbild herausstechen oder besser gesagt herausfallen. Gerade hier, also bei einzelnen Bauprojekten sollten Stadtplaner und Bauämter  in Form von Denkmalschutz- oder Gestaltungssatzungen ansetzen, um private Hauseigentümer und auch Investoren in Aktivitäten zur Verbesserung des Stadtbildes einzubinden.

Was kann ich selbst zum Stadtbild beitragen?

Renoviertes Gutshaus im OT Schafstädt
Renoviertes Gutshaus im OT Schafstädt / Bild: Jwaller CC BY-SA 3.0

Neben den teuren städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen, welche in erster Linie der Platz- und Straßengestaltung dienen, hat jeder Hausbesitzer die Möglichkeit das Stadtbild positiv zu beeinflussen. Wer für die Fassadengestaltung auf Ziegelsteine setzt, sollte darauf achten, dass die Verblender in Farbton und Form zur Umgebung passen. Orientiert man sich an Rathaus oder Kirche wären das Sandsteintöne. In der Nähe des Bahnhofs kommen eher rote Klinker zur Geltung. Was Farben für Fassadenputze angeht, der sollte sich in der Palette von Gelbtönen bis ins Orangene austoben. Grüne und blaue Häuser wirken dagegen eher wie Fremdkörper. Auf Holzfassaden, bis auf Fachwerk ist eher zu verzichten.

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